Fliegenfischen-Polen

 

 

Nach den negativen polnischen Fernsehberichten über Hochwasser,gebrochene Dämme und Überschwemmungen besuchten wir Krzysztof, Hadie, Massoud und Roland am 17.09 bis 25.09 den San -River in Polen. Wir fuhren die ganze Nacht durch. Mit mehreren Zwischenstopps, kamen wir am nächsten Tag gegen 10 Uhr zu unserer Unterkunft.

 

 

 

Der Tag fing gut an, der San begrüßte uns mit einem wunderschönen sonnigen Herbsttag. Die Sachen wurden schnell ausgepackt. Nach der langen Fahrt bekamen wir einen riesigen Hunger und fuhren sofort zum Stausee Solina. Dort speisten wir verschiedene leckeren Sachen und schauten uns den Stausee an.

 
Die nette Truppe von 2010 Abfahrt bereit
 

 
     Leckerer polnischer Räucherkäse
     
Spätnachmittags fuhren wir zu unserer Hütte zurück, dort erwartete uns der Gastgeber. Abends war die Stimmung geheizt. Die Freude auf den nächsten Tag war riesig groß. Die Angelsachen wurden für den nächsten vorbereitet. Den Tag haben wir mit ein paar Bierchen und einer Flasche Wein ausklingen lassen.    
 
 
 
 
Wahl der richtigen Fliegen war nicht so leicht
 

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonntag ging es endlich los!!!!


Die Nacht war sehr kurz aber schön, ich träumte von großen Äschen und Bachforellen, die wir auf dieser Reise fangen möchten. Wir speisten gemütlich Frühstück und fuhren zur unseren ersten Abschnitt. Der Wasserstand war perfekt!!! Vom Ufer beobachteten wir das breite Wasser. Die aktiviertet von Fischen hielt sich zurück, vereinzelt stiegen die Fische und nahmen verschiedene Eintagfliegen zu sich.

 

 

 

 

Die Fliegenruten waren zusammengesteckt, die Vorfächer waren angeknüpft und es ging endlich los. Langsam gingen wir ins Wasser und fischten den Abschnitt. Es hat lange gedauert bis einer von uns ein Fisch gefangen hat. Es waren vereinzelte wilde Bachforellen um ca.30-35cm. Als die Sonne später kräftiger schien, kam der erste starke Schlupf der Eintagsfliegen.

 

 

 

 

Wir fischten leicht angespannt und wunderten uns wieso stiegen die Fischen nicht. Es war irgendwie seltsam. Wir versuchten mit verschiedenen Fliegenmuster die Fische zum steigen zu bringen aber jede Fliege wurde dankbar abgelehnt. Nachdenklich verließen wir das Wasser und machten eine Mittagspause. Das Lagerfeuer war schnell angezündet und wir speisten die leckeren Krakauerwürstchen. In der Pause sprachen wir über die Ursachen von schwachen steigen der Fische, an unseren Fliegen lag es nicht!!!

 

 

 

Was uns richtig verwunderte war folgendes. Den Tag über hatten wir einen Massenschlupf an Eintagsfliegen, was eigentlich dazu führen sollte, dass die Fische massig steigen. Taten sie aber nicht, was uns wie gesagt verwunderte.Gestärkt machten wir uns wieder an das Fischen ran. Zu Spätennachmittag, als der Schlupf vorbei war, und nur noch vereinzelte Fliegen zu sehen waren, holten sich die Fische jede Fliege von der Oberfläche. Ich fragte mich im Kopf, was ist hier los??? So eine Situation am San hatte ich noch nicht erlebt. Naja, die Frage blieb unbeantwortet.

 

 

 

 
     

 

Mittagsessen am Wasser mit leckeren polnischen Krakauer
 
     
 

 
 
 

 

 

 

 

Was uns richtig verwunderte war folgendes. Den Tag über hatten wir einen Massenschlupf an Eintagsfliegen, was eigentlich dazu führen sollte, dass die Fische massig steigen. Taten sie aber nicht, was uns wie gesagt verwunderte.Gestärkt machten wir uns wieder an das Fischen ran. Zu Spätennachmittag, als der Schlupf vorbei war, und nur noch vereinzelte Fliegen zu sehen waren, holten sich die Fische jede Fliege von der Oberfläche. Ich fragte mich im Kopf, was ist hier los??? So eine Situation am San hatte ich noch nicht erlebt. Naja, die Frage blieb unbeantwortet.

 

 

 

Es hat nicht lange gedauert, da hatte ich eine Äsche von ca.40cm gefangen.

 

 

Auf andere Seite hatte Hadie die nächste schöne Äsche gefangen. Leider konnte sich die Äsche befreien. Massoud und Ronald hatten am den Tag mit zahlreichen Bachforellen zu tun. Es war leider schnell Dunkel und wir packen die Sachen zusammen und fuhren glücklich zu unserem Stammcafe. Dort schlurften wir einen heißen Latte Macchiato mit stück leckeren Kuchen.

 

 

 
Kurz gesagt "EINFACH LECKER"
   

Meine neue polnische Freundin!!!
eine gemütliche Klönrunde

 

Montag, der zweite Fischtag

 

An dieser Nacht habe ich schlecht geschlafen, bei uns im Zimmer war es richtig kalt. Morgens fuhr ich schnell zum Bäcker um heiße leckere Brötchen zu kaufen. Der Gastgeber Kazimir brachte uns pünktlich das Frühstück .Meine erste Frage war an Ihn, ob die Heizung ausgefallen ist??? Nein sagte er, ok dachte ich mir. Auch unsere Sachen vom Vortag waren leider nicht trocken.An diesem Tag fischten wir, an den oberen Abschnitt vom San-River. Diesen Tag werden wir in unseren Leben nicht so schnell vergessen. Bevor wir zum Fischen kamen, sind wir mit unserem Auto stecken geblieben. Nach ca.1 Std kam ein Trecker und hat das Auto rausgezogen. Wir bedankten uns herzlich bei den Helfern und waren sehr erleichtert. Nur das Auto sah aus wie ein alter polnischer Polonez.

 

So jetzt keine Zeit verlieren, ab zum Wasser. Das Wetter war wieder traumhaft, ein richtiger Goldner Herbsttag. Langsam kamen wir zur Ruhe und konzentrierten uns auf das Fischen.

 

An diesem Tag fing ich das Fischen mit der Angelmethode Polish-Nymph an. Roland, Massoud und Hadie fischten weiter mit Trockenfliegen. Bis zum Mittag war mein Ergebnis nicht hervorragend. Ein paar kleine Bachforellen und bei Roland, Massoud und Hadie dasselbe Ergebnis. So, wir machten Mittagspause!!!Die Freude war wieder riesengroß nach Krakauerwürstchen und so fuhr ich schnell zum Schlachter. In der Zeit bereiteten die Jungs das Lagerfeuer!!! Die Würstchen schmecken wieder Weltklasse!!! Nach dem Essen habe ich nicht gleich gefischt, ich war ein bisschen skeptisch über den San Untergrund.

 

 

 

   

 
 
wunderschöne Herbstliche Farben
Leere Köcherlarven Gehäuse
 
Der Sonnenuntergang verzaubert den San-River
   

 

 

 

Ich vermutete langsam, dass wir keine gute Fischerei haben werden. Es war kein leben im Wasser, die Unterwasserinsekten waren zum teil wie ausgestorben. Ja, das 6 monatige Hochwasser hat auch hier einen kleinen Schaden verursacht. Ich ging den San entlang und besuchte ein paar gute Stellen.

Unterwegs unterhielte ich mich mit ein paar Guides und mit einheimischen Anglern. Das Problem lag nicht an uns, sondern auch den anderen Fischern ging es genauso wie uns. Nach ca.1 Std stieß ich wieder zu Gruppe. Ab spätenNachmittag fischte ich mit Trockenfliegen weiter. Am Abend begann ein weiterer Massenschlupf der Eintagsfliegen. Überall schwammen Spents, und die Fische stiegen. Leider waren keine Äschen dabei. Auch wenn es  Bachforellen waren hatten wir viel Spaß gehabt. Es ist spät geworden und wir verließen das Wasser.

 

Wir fuhren erschöpft direkt zur Hütte. Die Freude war groß auf ein warmes Zuhause und eine heiße Dusche. Raus aus den nassen Klamotten, nur die Heizung war wieder nicht an. Shit, ich rief den Gastgeber Kazimir und stellte ihn zur Rede. Seine lässige Antwort war, bei uns wird erst ab November geheizt. Ich sagte zu Ihm, dann muss du jetzt eine Ausnahme machen!!! Nach dem Abendessen und ein paar kurzen gingen wie schnell ins Bett.

Dienstag, der dritte Fischtag

 

Leider war auch die Nacht kalt!!! Wütend und mit verschnupfter Nase fuhr ich wie immer zum Bäcker um ein paar warme leckere Brötchen und paar Berliner zu kaufen. Der Gastgeber Kazimir kam mit dem Frühstück und wir schauten Ihn alle wütend an. Ich sagte zu Ihm, die Heizung war wieder nicht an!!! Er schaute uns verwundert an und antwortete mit seinen Ausreden, er hat zu wenig Wasser in den Heizungsboiler reingekippt. So eine Ausrede hatten wir noch nie gehört. Nach dem Frühstück nahm ich mir den Gastgeber zu Seite und sprach mit Ihm  über die Unzufriedenheit der Gäste. So, lange Rede, kurzer Sinn ab zum Fischen!!!

 

Die nächste Strecke war nicht weit von Eldorado entfernt. Das Wasser war die ganze Zeit stabil und klar. Ein Tag vorher knüpfte ich den Jungs ein paar Vorfächer für die Polish-Nymph Methode und erklärte ihnen wie sie damit Fischen sollen. Durch die ganze Hektik vergaß ich an diesem Tag meine Fotokamera, es war ärgerlich. Nach ganz kurzer Zeit, fing ich auf eine kleine Tungsten-Quillnymphe der Hakengröße 18 mehrere schöne Fische. Ich war richtig Happy!!! Hier müssen endlich Äschen stehen. Der Platz war richtig schwer zu bewaten, aber zum Glück hatten wir alle Watstöcker dabei. Eine weile später hatte Hadie das Glück gehabt gute Äschen zu fangen und Massoud fing eine schöne Bachforelle. Nur Roland hatte seine Schwierigkeit gehabt mit der Methode zu fischen.

Ich ging in seine Richtung um ihm zu helfen, aber er wollte meine Hilfe nicht annehmen. Er sagte zu mir, dass er schon in der Slowakei so gefischt hatte. Ich fischte ab diesen Moment Stromab um den Anschluss zu Massoud und Hadie nicht zu verlieren. Wir fischten die Strecke bis ca. 13 Uhr durch und stellten fest, dass war bis jetzt der beste Tag. Das Mittagessen verbrachten wir in der „Alte Ziegelei“ nicht weit entfernt vom  San-River.

 

 
 
Guten Apettit !!!
 

 

 

 

 

 

Die Speisekarte wurde von mir schnell übersetzt und die Vorspeise, Hauptspeise und  Nachtisch wurde ausgesucht. Aber wo blieb der Kellner??? Ca. 30 min später kam der junge aufgeregte Kellner zu uns und wir gaben unsere Bestellung auf. Nach langer Wartezeit von mind. weiteren 30 min kam die Vorspeise aber nur für 3 Personen statt für 4 Personen. Der Kellner hatte eine Vorspeise vergessen aufzuschreiben. Wir waren zu dieser Zeit noch ganz locker. Nach ca.15 min ging ich in die Küche und fragte nach der letzte Vorspeise, die Köchin wusste von nichts. Nach ca.45 min kam die Hauptspeise und wir hofften es war alles vorständig da. Ja, die Hauptspeise war komplett. Ich fragte den Kellner wo ist die Vorspeise, es wir gleich geliefert, OK. Es sind wieder ca. 45 min vergangen und da erschien die Vorspeise mit Nachtisch zusammen. Wir haben uns angeschaut und grinsten. Die Hühnersuppe war kalt und wurde von Massoud abgelehnt. Das gesamte Mittagessen dauert ca.3 Stunde, so was hatten wir noch nie erlebt, aber es war richtig LECKER!!!!

Es blieb uns 2 Stunden Zeit zum Fischen. Wir fuhren schnell auf die andere Seite zur Visionhütte, um noch ein paar Würfe zum machen. Wir hatten Glück gehabt, gefangen haben wir ein paar schöne Bachforellen und zum Abschluss bekamen wie einen schönen Sonnenuntergang. Ärgerlich, dass ich die Fotokamera vergessen habe!!!

Auf dem Heimweg fuhren wir wieder zu unserem Stammcafe und freuten uns auf ein heißes Getränk und leckeren Kuchen, dabei lachten wir über die Ereignisse,was wir an diesem Tag erlebt haben.

 

 

 

 

 

 

Mittwoch/ Donnerstag, der vierte/fünfte Fischtag

 

Die Woche ging langsam zu Ende. Die Fischerei war leider in den nächsten Tagen nicht besser als die Tage zuvor, aber sehr anspruchsvoll. Um einen Fisch zu fangen, mussten wir die Fische suchen und sie überlisten. Ich konnte auf dieser Reise meinen ersten Weissfisch überlisten.

 

Zum Schluss wollte ich noch ein paar Worte verlieren, was im Jahr 2010 dem San-River passiert ist, und warum die Fischerei an sich verhälltnismäßig schlecht war.

Das Highlight des Jahres waren, die im Juni ausgetragenen Fliegenfischer-Weltmeisterschaften. Es kamen 26 Nationen, von Japan bis USA. Man sieht dass der Fluss einen sehr guten Ruf auf der ganzen Welt hat. Nur leider wurde der San durch das Hochwasser leicht geschädigt.

Es sind hunderte von Äschen den Fluss stromab gewandert. Nach zahlreichen Gesprächen mit dem Guides und Einheimischen stellte ich selber fest, dass in den Gesichtern von den Anglern Wut und Traurigkeit war. Der Verein Krosno hatte vor kurzer Zeit eine Pflichtversammlung gemacht um schnellstens eine Lösung zu finden. Es wurden in dieser kurzen Zeit neue Laichplätze geschaffen, tausende von Brutfischen wurden ausgesetzt und Gespräche mit dem Kraftwerk geführt. Ich bin mir sicher dass der San-River demnächst wieder der Alte sein wird.

 

 

Fazit: Auch wenn man eine perfekte Reise plant, kommt immer etwas dazwischen was man nicht mit eingeplant hat.

 
 
 

 

 

"Tight Lines" Ihr

 

   

 

 
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