Fliegenfischen-Polen

 

 

Endlich war der harte Winter vorbei, die Freude war groß wieder mal einen schönen Fluss mit ein paar Fliegenfischerfreunden in Polen zu befischen. Das Ziel war der "Dunajec- River ". Leider war die Freude ganz kurz, als die schlechten Nachrichten aus Polen kam "Hochwassergefahr"!!! Mit großer Spannung beobachtete ich tag, täglich die Hochwasserkatastrophe im Fernsehen und betete für das polnische Volk, dass es nicht schlimmer kommen darf. Durch ständige Kontakte mit Fliegenfischerfreunden Vorort, hatte ich die neusten Meldungen über das Hochwasser am Dunajec. Die Reise drohte zu kippen!!!!

Innerlich war ich sehr enttäusch über die Naturkatastrophe. Nach mehreren Wochen zittern kam endlich eine positive Nachricht, der Regen hörte auf. In diesem Moment fragte ich mich, wird die Zeit reichen, kann sich der Dunajec so schnell erholen. Ja, das hat er!!! Am, 10.Juli ging es los. Mit dem Zug ICC- der polnischen Zuggesellschaft PKP fuhr ich um 7.05 Uhr von Hamburg Richtung Krakau. Gegen 19.35 Uhr kam ich froh und leicht erschöpft an. Auf dem Hauptbahnhof wartete auf mich ein sehr guter Freund Jacek, der mit großer Freude grinste und mich herzlich empfing.

Die Autofahrt dauerte noch ca.1 Stunde bis zur Unterkunft. Die Gesamtestrecke war richtig spannend, wir unterhielten uns über die Fischerei am Dunajec. Leider hat das Hochwasser den Dunajec ein bisschen durcheinander gebracht. Naja, wir werden es sehen.Endlich kam ich in meiner Unterkunft an. Ich mietete mir ein schönes Holzhäuschen bei Janusz direkt am Dunajec. Die Häuser werden im traditionellen Baustill der polnischen Góralen gebaut. Neben dem Haus befindet sich eine Schutzhütte mit einem Grill. Kurz nach meiner Ankunft kam Janusz und empfing mich herzlich mit einem Glas originalen polnischen “śliwowic“. Es ist eine Tradition einen Gast in Polen zu empfangen. Danach grillten und speisten wir originalen polnischen Krakauer.

 
 Meine Unterkunft am Dunajec
  Schutzhütte mit einem Grill
 Der Nationalpark Pieniny besteht zu über 70% aus Wälden und nackten Felsen
 Der bekannteste Berg Trzy Krony(Drei Kronen) hat eine höhe von 982m ü.dM und der höhste Gipfel in Pieniny
 
 
 Panoramablick auf jeżioro Czorsztyńskie
 

Traditonelle "Tratwafahrten" auf dem Dunajec in Nationalpark Pieniny ,ist ein der größten touristschen Attraktionen in Europa

 

 

 

 

 

Sonntag den, 11. Juli

 

Es war eine ganz kurze Nacht. Am nächsten Morgen um 8.00 Uhr holten mich Jacek und sein Schwager Józek mit dem Auto von meiner Unterkunft ab. Wir machten einen Ausflug in den Nationalpark Pieniny. Nach den vielen stressigen Tagen, war es eine tolle Idee, den Urlaub mit einer Wasserfahrt zu beginnen. Die wunderschöne Gebirgslandschaft zu sehen und die riesigen Fische zu beobachten. Es war ein sehr schöner Tag auf dem Dunajec- River, den ich nicht so schnell vergessen werde.Hier noch eine kurze Information über Nationalpark Pieniny.

 

 

 

 

Der Pieniny-Nationalpark liegt in den südlichen Teil Polens,in der Wojewodschaft Małopolskie.Der Fluss Dunajec bildet die Grenze zwischen Polen und der Slowakei. Die Pieniny sind unterteilt in Pieniny Spiskie, Pieniny Właśćiwe und Małe Pieniny. Die Pieniny bestehen hauptsächlich aus verschiedenen Arten von Kalkstein. Block-Kalkstein bildet malerische, fast senkrechte weiße Wände, die bis einer 500m tiefen Schluchten durchbricht . Der bekannteste Berg Trzy Korony (Drei Kronen) hat eine Höhe von 982 m ü.dM., und der höchste Gipfel der Pieniny. Der Wysoka in den Male Pieniny erhebt sich bis auf 1050 m ü.dM. Der Pieninypark besteht aus über 70% Wäldern. Die Bäume die dort wachsen sind Ahorn, Buche und Tanne. In den Gebiet Pieniny leben ca. 6500 Tierarten, man vermutet das es mehr sind zwischen 13000 bis 15000. In dem Park befinden sich über 160 Vögelarten, darunter 95 nistende Arten. Zu den Seltenheiten gehören der Uhu , der Mauerläufer, die Merle, der Sperlingskauz, der Dreizehenspecht, der Schwarzspecht und der schwarze Storch. Der größte Raubtier ist der Luchs. Am Ufer des Dunajec leben Otter.

 

 

 

 

 

 

Montag den, 12. Juli

 

Mein erster Angeltag am OS Dunajec fing um 6:00 Uhr an. Nach dem Aufstehen gab es den traditionellen polnischen Kaffee(ist nicht jedermanns Sache) und einen frisch gebackenen Pączek(Berliner). Danach fuhren wir in Richtung Krościenko um Tageskarten zu kaufen. Anschließend fischten wir die Strecke oberhalb von Krościenko. Wir bemerkten schnell, dass der Wasserstand im Dunajec sich leicht erhöht und leicht getrübt war. Das hat uns nicht abgeschreckt. Gründlich befischten wir den oberen Abschnitt mit Nymphen und Nassfliegen. Der Erfolg waren kampfstarke Bachforellen bis ca. 40cm. Abends um ca.21 Uhr packten wir die Sachen zusammen und fuhren erschöpft nach Hause.

 

 

 

 

 

 

 

Dienstag den,13. Juli

 
 

Am nächsten Tag war uns das frühe Aufstehen um 5:30Uhr ein bisschen leichter gefallen. Die ganze Nacht habe ich wie ein Murmeltier geschlafen. Die frische Bergluft hatte mich am gestrigen Tag richtig müde gemacht. Nach dem deftigem Frühstück ging es zu unserem nächsten Abschnitt nach Kłodne. Ab diesem Abschnitt war das Fliegenfischen eine Stufe schwieriger geworden. Das schnelle Wasser hatte soviel kraft gehabt, dass man sich ohne Watstock nicht bewegen konnte. Die meisten Fische standen in tiefen Gumpen mittig im Dunajec, wo die Strömung ziemlich schnell war. Die beste Fischerei war das „Polish- Nymphing“ mit zwei Fliegen. Die meisten Fische haben wir bei der Hitze(30 Grad) spät nachmittags ab 17 Uhr gefangen. Caddis Larve und Goldkopf Pheasentail waren an diesem Tag der Renner. Uns war jetzt klar, dass die beste Zeit für das Fischen, der frühe Morgen und späte Nachmittag war.

 

 

 

Mittwoch den,14. Juli

 

In der Nacht ist der Wasserstand im Dunajec um ca.40cm zurückgegangen .Wir konnten jetzt die Stellen befischen, die wir vorher nicht erreichen konnten. Es hatte nicht lange gedauert, da biss die erste schöne Dunajec Bachforelle von ca. 45cm auf eine Caddis Larve. Es war ein harter Kampf in der schnellen Strömung. Die Bachforelle sprang wild in der Luft und wollte nicht aufgeben. Am Ende hatte ich die Bachforelle im Kescher und Jacek knipste mir schnell ein Foto. Kurze Zeit später konnte Jacek eine kräftige Dunajec Äsche überlisten, sie war einfach wunderschön. Am späten Nachmittag versuchte ich mein Glück, in einem ruhigen Abschnitt mit der Trockenfliege, leider hatte ich keinen Fisch gefangen. Die Fische sind nicht gestiegen, es war sehr merkwürdig. Seit Tagen beobachtete ich die wenigen Insekten auf dem Wasser, den einzigen Schlupf konnte ich von kleinen grauen Köcherfliegen erleben.

 

 

 

 

Donnerstag den, 15. Juli

 

An diesem Tag habe ich beschlossen nicht zu Fischen. Ich machte einen ruhigen Tag und besuchte mit Jacek andere Fliegenfischer Freunde. Wir sprachen den ganzen Tag über Angeln, Fische und Reisen. Es war spannend den Jungs zu zuhören. An diesem Tag erfuhr ich, dass nach der Hochwasserkatastrophe auch die Insekten darunter zu leiden hatten. Der Abend ging schnell zu ende. Wir verabschiedeten uns und fuhren nach Hause.

 

 
 
 
Eine prächtige" Dunajec-Äsche "
 
 

 

 

 

 

Freitag den, 16. Juli

 

Mein Letzter Angeltag. Wir fischten den letzten Abschnitt von OS Dunajec. Wir fuhren mit dem Quad ca. 800m von dem Zufluss Ochotnica flussaufwärts und begannen flussabwärts zu fischen. Auf unserem Plan standen die ganz tiefen Gumpen, die wir gründlich mit Nymphen abfischten. Wir hofften auf die großen Bachforellen, die ab 50cm. Leider hatten wir keine Großen Bachforellen gefangen aber mit vielen kleineren Bachforellen bis zu 40cm waren wir gut bedient. Die Woche war schnell um und ich musste meine Sachen zusammenpacken.Mit traurigen Blick verabschiedete ich mich von dem Dunajec.

 

 

Fazit: Das Hochwasser hat den Dunajec leicht verändert. Die Insekten erholten und vermehrten sich mehr und mehr. Ich bin mir sicher bis zur Herbst ist der Fluss Dunajec wieder der Alte. Ich freu mich auf dem nächsten Besuch.

 

 

Mehr Bilder von San-River finden Sie in der Gallerie "Dunajec-River 2010

 

"Tight Lines" Ihr

 

 

 

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